Hotels

Wir erhält man die besten Hotelpreise?

Wir haben immer wieder Gespräche mit Kunden, die glauben, die besten Übernachtungspreise vor Ort direkt beim Hotel zu bekommen. (…weil ja alle Provisionen draufschlagen…?) Diese Annahme ist fast immer falsch, die armen Kunden bezahlen so am meisten!

Es gelten folgende Faustregeln:

Ein einfaches Guesthouse oder eine Bambushütte ist tatsächlich vor Ort am günstigsten. Aber alle Hotels, die 3 oder mehr Sterne, einen Swimmingpool haben und am „internationalen Tourismus“ teilnehmen (sprich auch vom Ausland buchbar sind) sind vor Ort am teuersten ! Welche Gründe gibt es dafür?

Vor Ort wird der offizielle „Listenpreis“ gemäß Aushang angeboten, genannt „Public-rate“, „official-rate“ oder auch „walk-in-rate“.

Dieser Preis ist der Listenpreis, also 100%. Die Reisekunden erhalten die Übernachtungen über Veranstalter im Ausland im Durchschnitt für etwa 50% des Listenpreises. Warum?

Großabnehmer im Reiseland garantieren den Hotels Auslastungsquoten, leisten Vorauszahlungen und erhalten dafür erhebliche Preisnachlässe. Diese Zwischenhändler sind die Partner der Reiseveranstalter. Über sie laufen die Buchungen und Zahlungen. Die Hotels brauchen so nur wenig Personal im Büro, sind gleichmäßig ausgelastet und können den Markt steuern. So weiß ein Hotel X, dass der eine Partner den deutschsprachigen oder englischen, den skandinavischen oder russischen Markt bedient, oder auch den muslimischen Reisemarkt. So können die Hotels über die Vergabequoten an diese Partneragenturen Einfluss nehmen auf die Struktur oder Zusammensetzung der Gäste. (z.B. max. 5% Russen oder verschleierte Frauen)

Noch ein Grund: wenn die Hotelgäste vor Ort nachfragen, wie teuer eine Übernachtung ist, freuen sie sich, dass sie vorher gebucht haben und Geld gespart haben. So funktioniert Tourismus.
Der „Walk-In-Kunde“ zahlt am meisten, insbesondere weil er ja sowieso schon vor der Tür steht.

Glauben Sie uns nicht? Wir beweisen es Ihnen … oder vergleichen Sie selbst!

Selbst die im Internet angebotenen Preise der Hotels sind fast immer höher als das was der Kunde über einen Veranstalter bezahlt, weil sich die Hotels die Zusammenarbeit mit der Tourismusindustrie nicht verscherzen wollen. Und weil das Hotelpersonal bei Problemen oder telefonischen Anfragen nicht 30 Sprachen oder mehr sprechen muss.

Hinzu kommt ein weiterer Nachteil im Internet:

Viele Internet-Portale oder Online-Börsen sind nur Vermittler und für Reklamationen nicht zuständig. Oft werden sogar vorsätzlich falsche Angaben und Werbetexte gemacht (oder schöne Hotel-Suiten in Fotos gezeigt, auch wenn die angegebenen Preise nur für einfache Zimmer sind). Der Urlauber kann nur beim Hotel direkt reklamieren, es gilt das dortige Recht. Anders sieht es aus, wenn Urlauber ein Hotel bei einem deutschen Veranstalter buchen. Dann ist dieser der Vertragspartner, es gilt das deutsche Reiserecht und man hat vor Ort einen Ansprechpartner.